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Pathogenese und Hauptallergene der Weizenallergie

Die Weizenallergie ist eine immunologisch vermittelte Überempfindlichkeitsreaktion gegen spezifische Proteine im Weizen. Die Pathogenese umfasst sowohl IgE-vermittelte Soforttypreaktionen als auch T-Zell-vermittelte Spätreaktionen.


Warum Weizen allergen wirkt: Einblick in die immunologischen Auslöser

Weizen enthält eine Vielzahl unterschiedlicher Proteinbestandteile mit allergenem Potenzial. Diese Proteine unterscheiden sich, besonders relevant für die allergische Reaktion sind hitze- und verdauungsstabile Proteine, da sie auch nach Verarbeitung ihre Allergenität beibehalten.

Zu den wichtigsten Allergenen Proteinbestandteile zählen:

  • Gliadin & Glutenin (80%): Hauptbestandteile von Gluten, stark allergen
  • Albumin (15%)
  • Globulin (5%)

Diese Proteine können sowohl systemische als auch organspezifische Immunreaktionen auslösen. Ihre genaue Rolle hängt von der individuellen Sensibilisierung und dem klinischen Erscheinungsbild ab.

Hauptallergene der Weizenallergie

Derzeit sind laut der Allergen-Nomenklatur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Internationalen Union der Immunologischen Gesellschaften (IUIS) 28 verschiedene Weizenallergene beschrieben. Diese Proteine unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Struktur, Stabilität und immunologischen Relevanz. Einige davon gelten als besonders klinisch bedeutsam:

Darüber hinaus zählen Gliadine und Glutenine, die Hauptbestandteile des Glutens, zu den sogenannten Majorallergenen. Diese Proteine sind nicht nur bei der Weizenallergie relevant, sondern auch bei der Zöliakie – obwohl es sich dabei um eine nicht-allergische, T-Zell-vermittelte Erkrankung handelt.

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Quellen

  • Thermo Fisher Diagnostics (Bilder)
  • Neyer A, Dölle-Bierke S, Höfer V, Grünhagen J, Beyer K, Worm M. Prevalence and Clinical Symptoms of Wheat Allergy in Adults and Adolescents in Central Europe. Clin Exp Allergy. 2025 Apr;55(4):319-329. doi: 10.1111/cea.70017. Epub 2025 Feb 19. PMID: 39973050; PMCID: PMC11994253.
  • Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). (2021). S2k-Leitlinie Zöliakie (AWMF-Registernummer 021-021). Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). https://register.awmf.org/assets/guidelines/021-021l_S2k_Zoeliakie_2022-05.pdf