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Internationale Umfrage zeigt: vielfältige und belastende Beschwerden bei Zöliakie

Die 2024 durchgeführte internationale Umfrage von Dr. Schär liefert nicht nur neue Erkenntnisse über den Diagnoseweg, sondern auch über die Vielzahl an Symptomen, die Zöliakie Betroffene vor der Diagnose erleben. Die Bandbreite reicht von klassischen Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu psychischen Symptomen, die oft nicht sofort mit Zöliakie in Verbindung gebracht werden.


Details zur Umfrage

Für die internationale Online-Umfrage, die Dr. Schär vom 14. bis 23. Oktober 2024 mittels Survalyer durchführte, wurden 630.740 Menschen aus der unternehmensinternen Datenbank kontaktiert. Mit einer Antwortrate von 2,1 % nahmen insgesamt 13.535 Betroffene aus Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, UK und USA an der Umfrage teil und beantworteten Fragen zur Zöliakie und Glutensensitivität. Aus Deutschland beantworteten insgesamt 1.759 Teilnehmende die Fragen (Antwortrate 3,3 %).

Ergebnisse

* Die im folgenden Text dargestellten Ergebnisse beziehen sich auf den Themenbereich Zöliakie (66% der Befragten) und – wenn nicht anders erwähnt – auf die Aussagen der deutschen Teilnehmenden.

Die aktuelle Umfrage gibt einen Überblick über die Symptome, unter denen Betroffenen auf dem Weg zur Zöliakie-Diagnose leiden. Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie herausfordernd der Diagnoseprozess sein kann – gerade, wenn keine oder nur unspezifische Symptome auftreten. Denn überraschende 14 % der international Befragten gaben an, vor ihrer Diagnose keinerlei Symptome verspürt zu haben. In Deutschland war dieser Anteil mit 12 % leicht niedriger, während 86 % der Teilnehmenden angaben, unter Beschwerden gelitten zu haben. 1 % war sich diesbezüglich unsicher. Dass Zöliakie auch asymptomatisch verlaufen kann, erschwert die frühzeitige Diagnose zusätzlich. Die Mehrheit hatte Symptome in allen drei vorgegebenen Kategorien (gastrointestinale Symptome, Symptome des Nervensystems und der Psyche oder andere Symptome). Im Durchschnitt berichteten Zöliakiebetroffene über ca. sieben Symptome aus den genannten Kategorien. Besonders häufig waren gastrointestinale Beschwerden.

Fazit

Ein deutlicher Zusammenhang zeigte sich zwischen der Dauer bis zur Diagnose und der Anzahl an Symptomen: Je länger der Weg zur Diagnose dauerte, desto mehr gastrointestinale Beschwerden traten im Schnitt auf. Ein weiteres Indiz dafür, wie belastend eine verzögerte Diagnose sein kann – körperlich wie psychisch. Die Vielfalt der Symptome erschwert nicht nur die Diagnose, sondern führt auch dazu, dass viele Menschen lange Zeit mit unspezifischen Beschwerden leben müssen. Eine verbesserte ärztliche Sensibilisierung und eine frühzeitige, ganzheitliche Betrachtung der Symptome könnten dazu beitragen, den Leidensweg vieler Betroffener zu verkürzen.

Quellen

Dr. Schär Global Diagnosis Report 2024

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