Das Reizdarmsyndrom ist ein ebenso relevantes, wie spannendes Thema, bei dem wir andauernd Neues lernen - in der ärztlichen Praxis ebenso, wie in der Ernährungstherapie.
Definition
Das Reizdarmsyndrom (IBS) ist eine Verdauungsstörung, die durch chronische Bauchschmerzen in Verbindung mit einer Störung der Verdauung gekennzeichnet ist, ohne dass dafür eine spezifische organische, metabolische oder biochemische Veränderung erkennbar ist. Es gehört zu den sogenannten funktionellen Verdauungsstörungen und beeinträchtigt die Lebensqualität des Patienten erheblich.
Das Reizdarmsyndrom (RDS) gehört zu den häufigsten funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen. Die genaue Häufigkeit ist jedoch schwer zu bestimmen, da die Symptome sehr unterschiedlich sind und oft unspezifisch bleiben.
Das Reizdarmsyndrom geht mit einer Vielzahl unspezifischer Symptome einher, die sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können. In manchen Fällen beeinträchtigen sie die Lebensqualität der Betroffenen erheblich. Daher ist eine gründliche medizinische Abklärung der Symptome besonders wichtig.
Die genaue Pathogenese des Reizdarmsyndroms (engl. IBS) ist zurzeit unklar. Es ist eine komplexe Erkrankung, die durch das Zusammenspiel biologischer, psychosozialer und umweltbedingter Faktoren entsteht. Die Beteiligung der Darm-Hirn-Achse macht einen ganzheitlichen Forschungs- und Therapieansatz erforderlich.
Aufgrund sehr unterschiedlicher Ausprägungen gibt es für das Reizdarmsyndrom (engl. Irritable Bowel Syndrome, IBS) keine standardmäßig empfohlene Behandlung. Die aktuelle Reizdarmsyndrom Leitlinie beschreibt aber verschiedene Ansätze, die probatorisch angewendet werden können – darunter auch Empfehlungen zur low FODMAP Diät bei Reizdarm.
Die Lebensqualität von Menschen mit Reizdarmsyndrom ist häufig stark beeinträchtigt, nicht nur durch die Vielzahl an Symptomen, sondern auch durch das häufige Auftreten begleitender Erkrankungen. In solchen Fällen ist die Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens der Patientinnen und Patienten essenziel.
Weitere GETREIDE- UND GLUTEN-BEDINGTE ERKRANKUNGEN (GRD)
Zöliakie
Die Autoimmunerkrankung Zöliakie (früher: Sprue) ist eine Glutenunverträglichkeit mit hoher diagnostischer Dunkelziffer, die sich in großer symptomatischer Bandbreite und in jedem Lebensalter manifestieren kann, z. B. auch als Dermatitis Herpetiformis Duhring.
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