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The low FODMAP diet
Bei der low FODMAP Diät werden Lebensmittel reduziert, die fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide und Polyole enthalten. Manche Reizdarm Betroffene sprechen auf diese Ernährungstherapie an.
Wann kann eine low FODMAP Diät sinnvoll sein?
Eine FODMAP arme Ernährung kann das Reizdarmsyndrom zwar nicht heilen – aber eine sinnvolle Therapie sein. So sollte gemäß aktueller Leitlinie bei Patientinnen und Patienten, bei denen sich das Reizdarmsyndrom insbesondere durch Schmerzen, Blähungen und Diarrhoe äußert, eine low FODMAP Diät in drei Phasen empfohlen werden.
Was empfehlen Leitlinien zur Weizenallergie Diagnostik?
Wichtig vor dem Weizenallergie Test in der Praxis ist, eine Zöliakie diagnostisch sicher auszuschließen. Gemäß den aktuellen Leitlinien der Europäischen Akademie für Allergie und klinische Immunologie (EAACI) werden auf dem Weg zur Weizenallergie Diagnose dann die Schritte empfohlen, wie bei anderen Allergien auch: Zunächst sollten im Rahmen der Anamnese die Symptome in einem Beschwerdetagebuch festgehalten werden. Dann folgt die Bestimmung Weizen-spezifischer IgE Antikörper im Serum und/oder über einen Weizen Pricktest der Haut.
Letztlich bestätigt eine orale Nahrungsmittelprovokation die Diagnose Weizenallergie.
Die 3 Schritte der Weizenallergie Diagnostik:
- Anamnese, einschließlich Beschwerdetagebuch
- Hautpricktest und/oder Serumtest auf spezifisches IgE
- Zur Bestätigung eine orale Nahrungsmittelprovokation
Low FODMAP Diät Phase I: Die ersten 2 bis 6 Wochen
Die erste Phase der low FODMAP Diät wird über einen Zeitraum von 2 bis 6 Wochen unter Anleitung einer Ernährungsfachkraft durchgeführt. Dabei werden FODMAP reiche Lebensmittel durch FODMAP arme Lebensmittel ersetzt. Eine FODMAP arme Diät ist also keine Ausschlussdiät. Es handelt sich vielmehr um eine Substitutionsdiät, bei der Lebensmittel durch andere ausgetauscht werden, z. B. der tägliche Apfel durch eine Orange oder Zwiebeln durch Schnittlauch.
Wenn sich die Symptomatik unter der Ernährungsumstellung nicht innerhalb von 2 bis 6 Wochen bessert, kann es sein, dass das Reizdarmsyndrom nicht mit dem FODMAP Konsum korreliert. In solchen Fällen sind andere Therapieoptionen in Betracht zu ziehen – beispielsweise Stressabbau, darmorientierte Hypnotherapie, rezeptfreie Medikamente wie Abführmittel, Ballaststoffpräparate oder verschreibungspflichtige Medikamente.
Verbessern sich di Symptome unter der angepassten Ernährung, ist es an der Zeit, zu Phase II überzugehen.
Low FODMAP Diät Phase II: Wieder-einführung und Toleranzfindung
In der zweiten Phase der low FODMAP Diät werden die zuvor eliminierten Lebensmittel methodisch wieder in den Speiseplan integriert. Idealerweise wird dazu jede FODMAP Untergruppe separat wieder eingeführt, während die Grundnahrung weiterhin FODMAP arm ist. Auf diese Weise lässt sich feststellen, welche Lebensmittel und FODMAPs Symptome auslösen und welche nicht. Diese schrittweise Wiedereinführung sollte am besten unter Anleitung einer geschulten Ernährungsfachkraft erfolgen. Im Rahmen der Ernährungsberatung wird dann definiert, wann die Wiedereinführung mit welchen Lebensmitteln erfolgen soll (z. B. mit Honig, um die individuelle Toleranz gegenüber überschüssigem Fruchtzucker zu testen). Dabei sind auch die Menge und Reihenfolge der wiedereingeführten Lebensmittel festzulegen. Wichtig ist, zwischen der Wiedereinführung von Lebensmitteln jeweils eine Pause von einigen Tagen einzuplanen, um Überschneidungen zu vermeiden.
Die meisten Patientinnen und Patienten benötigen etwa 6 bis 8 Wochen, um Phase II der low FODMAP Diät abzuschließen.
Schlüsselfragen für die Anamnese der Weizenallergie
Gemäß EAACI Leitlinie sollten im Rahmen der allergiespezifischen Anamnese unter anderem folgende Schlüsselfragen gestellt werden:
- In welchem Lebensalter begannen die Manifestationen?
- Was für Symptome traten wo auf – und in welcher Intensität?
- Traten die Symptome sofort auf, klangen sie spontan ab?
- Womit wurden frühere Reaktionen behandelt – und wie erfolgreich?
- Gibt es verdächtige Lebensmittel und wenn ja, welche?
- Wie viel des Lebensmittels löst Symptome aus und passiert das jedes Mal?
- Wurde das Lebensmittel verschluckt, berührt oder eingeatmet?
- Bestehen andere Allergien mit Potenzial für eine Kreuzreaktivität?
- Wie sieht die typische Ernährung aus – und ist sie angemessen?
- Welche Lebensmittel werden gemieden und aus welchem Grund?
- Gibt es atopische oder allergische Erkrankungen in der Vor-/Familiengeschichte?
Low FODMAP Diät Phase III: Personali-sierung und Langzeiternährung
Die dritte Phase der low FODMAP Diät besteht darin, einen längerfristigen, personalisierten Ernährungsplan festzulegen. Nach Auswertung der individuellen Lebensmittelauslöser und -toleranzen, darf die Patientin bzw. der Patient wieder Lebensmittel und FODMAPs in die Ernährung einführen, die gut vertragen wurden – und muss nur noch jene meiden, die Symptome ausgelöst haben. Wichtig zu bedenken ist, dass sich die individuelle FODMAP Toleranz im Lauf der Zeit ändern kann. Wenn also bestimmte Lebensmittel nicht vertragen wurden, lohnt sich ein erneuter Versuch nach ein paar Monaten, um zu sehen, ob sich etwas geändert hat.
Akademie
Durch fachkundige Ernährungstherapie, können viele Menschen mit Zöliakie, Weizenallergie, Gluten- / Weizensensitivität oder Reizdarmsyndrom wieder beschwerdefrei leben.
Sonderfall weizeninduzierte eosinophile Ösophagitis
Eine weizeninduzierte eosinophile Ösophagitis (EoE) wird durch das Vorhandensein von mindestens 15 eos/hpf in einer Ösophagusbiopsie diagnostiziert, die im Rahmen einer Ösophagogastroduodenoskopie (EGD) entnommen wurde. Die IgE Messung mittels Hautpricktest oder spezifischer Serumtests hat eine geringe Sensitivität und Spezifität für weizenbedingte Reaktionen. Goldstandard für die Bewertung von Weizen in der EoE Pathogenese ist eine achtwöchige Eliminationsdiät mit anschließender EGD, wobei eine Biopsie, die eine eosinophile Entzündung mit 30 eos/hpf im Magen und 50 eos/hpf im Duodenum zeigt, eine positive Diagnose bestätigen kann.
Aussagekraft von Weizen IgE- und Pricktest ist begrenzt
Spezifische IgE Tests stehen für mehrere Weizenallergene zur Verfügung, auch bei IgE-vermittelter Weizenglutenallergie. Es gibt auch Tests für die weizeninduzierte Anaphylaxie im Zusammenhang mit körperlicher Betätigung, WDEIA ( engl. wheat dependent exercise induced anaphylaxis): Das hitzestabile Omega 5 Gliadin ist als rekombinantes Allergen erhältlich. Allerdings sind IgE Tests - wie bei anderen Nahrungsmittelunverträglichkeiten - nur von begrenztem diagnostischem Wert.
So ist das Vorhandensein von spezifischem Serum IgE für Weizen ohne eindeutige Symptomatik nicht diagnostisch: Viele Menschen tolerieren dennoch eine Weizenexposition – insbesondere solche mit Empfindlichkeit gegenüber Gräserpollen. Auch bei Kleinkindern mit atopischer Dermatitis zeigt der spezifische IgE Test häufig hohe Werte und dennoch wird Weizen gut vertragen. Ein positiver spezifischer IgE Antikörpertest oder Pricktest Weizen unterstützt daher zwar die Vermutung, dass die Symptome auf eine Weizenallergie zurückzuführen sind – beweist die Diagnose Weizenallergie aber nicht. Umgekehrt schließt ein negativer Test die Diagnose Weizenallergie auch nicht aus.
Weizenallergie Diagnose bestätigen durch Nahrungsmittelprovokation
Im Anschluss an die IgE basierten Weizenallergie Tests wird eine überwachte orale Nahrungsmittelprovokation empfohlen, um die Weizenallergie Diagnose zu bestätigen oder auszuschließen. Goldstandard ist dabei eine positive, doppelblinde, placebokontrollierte, orale Nahrungsmittelprovokation nach Besserung der Beschwerden unter strikter Allergenkarenz (bei anamnestisch schwerer sofortiger oder lebensbedrohlicher Reaktion und positivem spezifischen IgE sollte auf die orale Provokation verzichtet werden).
Wie geht es diagnostisch weiter, wenn es keine Weizenallergie ist?
Wenn weder eine Zöliakie noch eine Weizenallergie festgestellt werden kann, die Symptome sich aber nach dem Verzicht auf Weizen bessern, ist auch eine Gluten-/Weizensensitivität diagnostisch abzuklären. Eine Weizenallergie muss aber auch von anderen Allergien abgegrenzt werden. Dazu gehören neben anderen Getreideallergien auch die Sojaallergie, da Brot- und Backwaren häufig auch Soja enthalten.
GRD Differenzialdiagnostik
Quellen
- Preda M, Popescu FD, Vassilopoulou E, Smolinska S. Allergenic Biomarkers in the Molecular Diagnosis of IgE-Mediated Wheat Allergy. Int J Mol Sci. 2024;25(15):8210. Published 2024 Jul 27. doi:10.3390/ijms25158210
- Riggioni C, Ricci C, Moya B, et al. Systematic review and meta-analyses on the accuracy of diagnostic tests for IgE-mediated food allergy. Allergy. 2024;79(2):324-352. doi:10.1111/all.15939
- Santos AF, Riggioni C, Agache I, et al. EAACI guidelines on the diagnosis of IgE-mediated food allergy. Allergy. 2023;78(12):3057-3076. doi:10.1111/all.15902


