Der 11. Februar 2011 kann in Bezug auf die Glutenintoleranz als historisches Datum betrachtet werden. Erstmals kam ein internationales Expertenteam zusammen, um ein wenig Klarheit in ein Gebiet zu bringen, das bis heute zumeist für Verwirrung sorgt. Im Zuge der First Consensus Conference on Gluten Sensitivity wurde die Geschichte, 30 Jahre Zöliakie, noch einmal beleuchtet, um schließlich zum neuen Thema Gluten Sensitivity zu gelangen. Dank der Consensus-Konferenz richtet sich heute die Aufmerksamkeit auf das Problem der Gluten Sensitivity: Hierbei handelt es sich um ein klinisches Bild, das nicht in die Zöliakie-Definition passt, jedoch 6- bis 7-mal häufiger zu sein scheint als Zöliakie. Herrschte zunächst Verwirrung darüber, was man Patienten mit Gluten Sensitivity (GS) raten kann, verfügen wir heute über ziemlich genaue Vorstellungen, was das Problem GS betrifft. Internationale Experten auf dem Gebiet der Zöliakie haben festgestellt und dies auch bereits mit wissenschaftlichen Beweisen untermauert, dass es GS tatsächlich gibt. Während der Veranstaltung wurden die wissenschaftlichen Prioritäten festgelegt und neu geordnet. So konnte eine nützliche ˶Landkarte ̏ erstellt werden, anhand derer sich die zahlreichen offenen Fragen beantworten lassen, während zugleich Diagnose- und Therapiekriterien für die GS festgelegt wurden. Nachstehend der Algorithmus zur Unterscheidung zwischen den drei Hauptkategorien negativer Reaktionen auf Gluten.
Erstes internationales Dokument zur Definition von Gluten Sensitivity