
Die Auswirkung einer glutenfreien Ernährung auf Symptome im Zusammenhang mit Zöliakie, die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen durch diese Patientengruppe und das Risiko der Entwicklung immunvermittelter Begleiterkrankungen wurden kürzlich in einem Artikel behandelt, der in der Zeitschrift BMC Gastroenterology erschienen ist.
Nach der ersten Consensus Conference 2011 in London findet dieses Jahr vom 30. November bis zum 2. Dezember die zweite internationale Konferenz in München statt.
Um sicherzustellen, dass sich die Forschung einheitlich verwendeter Definitionen zu Zöliakie bedienen kann, traf sich ein Ärzteteam 2011 in Oslo zusammen und trug auf Zöliakie bezogene Begriffe aus Fachliteratur und Internet zusammen. Die Ergebnisse wurden in der Studie von Ludvigsson et al. veröffentlicht.
Zöliakie betrifft rund ein Prozent der Bevölkerung – bei einer Gluten Sensitivity liegen die Schätzungen weit höher. Die Symptome und Auswirkungen sind dabei vielfältig. Störungen im Verdauungstrakt gehen häufig einher mit weiteren Dysfunktionen im gesamten Organismus. Von der Annahme ausgehend, dass etwa zehn bis 22,5 Prozent der Zöliakiebetroffenen neben den gastroenterologischen Manifestationen auch neurologische Störungen aufweisen, untersuchte eine englische Studie die Einflüsse einer Glutenunverträglichkeit auf das Nervensystem.
Am 8. und 9. Juni 2012 dreht sich an der Charité in Berlin alles um das Thema Zöliakie.
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Dass eine glutenfreie Ernährung auch bei negativer Zöliakie-Diagnose sinnvoll sein kann, erläutert Professor Peter Layer im Handbuch zum Gastro Update in Wiesbaden. Er bezieht sich damit auf das Phänomen einer Nicht-Zöliakie-Gluten-Intoleranz, spricht Gluten Sensitivity, die sich als Reizdarmsyndrom manifestieren könne. Eine Expositionsstudie, auf der sein Diätvorschlag beruht, bestätigt die positiven Effekte einer Glutenabstinenz.
Neben Zöliakie und Weizenallergie gibt es noch eine weitere Unverträglichkeitsreaktion auf Gluten, die weltweit zunehmend beobachtet wird. Die Rede ist von Gluten Sensitivity (Glutensensitivität).
Im Februar 2011 hat Dr. Schär erstmals angehende Diätassistentinnen und Diätassistenten zu einem Zöliakie-Camp eingeladen. Rund 100 Bewerbungen gingen ein, von denen 25 Teilnehmerinnen von 21 Diätassistentenschulen aus ganz Deutschland ausgewählt wurden – von Hamburg bis Ulm, von Münster bis Glauchau. Die Teilnehmerinnen wurden ein Wochenende lang zum Thema Zöliakie geschult und in der Berufsfachschule für Diätassistenz am Universitätsklinikum Gießen fit gemacht in Beratungs- und Küchenpraxis.
Das Aufkommen von hochempfindlichen, spezifischen serologischen Markern hat einige führende Stimmen zu dem Vorschlag veranlasst, dass Zöliakie auch ohne die Notwendigkeit einer Biopsie diagnostizierbar sei. Allerdings ist dies ein kontroverses Thema. Und wenn es an Konsens hinsichtlich der diagnostischen Grade histologischer Veränderungen fehlt, die Symptome gering sind, eine antikörpernegative Erkrankung oder ein Immundefekt vorliegt, kann dies die Diagnose selbst mit einer Biopsie schwierig gestalten. Umgekehrt spricht ein Argument für den Verzicht auf eine Biopsie, nämlich die große Anzahl an Patienten mit typischen Symptomen und positiver Serologie, bei denen sich die Diagnose hinauszögert.
Quelle: Evans K.E & Sanders D.S (2011), What is the use of biopsy and antibodies in coeliac disease diagnosis? Journal of Internal Medicine 269(6):572-81.
Das 14th International Coeliac Disease Symposium (ICDS), das vom 20.-22. Juni 2011 in Oslo stattfand, drehte sich nicht nur um Zöliakie, sondern bot in diesem Jahr auch Raum für das neue Thema „Gluten Sensitivity“.
Auf dem diesjährigen Bundeskongress des VDD e.V. in Kooperation mit dem BDEM e.V. in Wolfsburg lohnt sich ein Besuch am Stand von Dr. Schär in mehrfacher Hinsicht: Sie haben zum einen – wie in den vergangenen Jahren – die Möglichkeit, neue glutenfreie Produkte aus dem Hause Dr. Schär zu probieren und Antworten auf Ihre Fragen rund um Zöliakie und die glutenfreie Ernährung zu erhalten.
Zusätzlich haben wir aufgrund Ihrer Nachfragen dieses Jahr ein ganz besonderes Angebot für Sie parat: Gegen Vorlage des Gutscheins, den Sie hier herunterladen und ausdrucken können, erhalten Sie an unserem Stand ein Set mit Leerpackungen glutenfreier Produkte von Schär und DS - gluten free. Diese Leerpackungen sind eine nützliche Hilfestellung in Ihrem Beratungsalltag. Das Angebot ist auf ein Set pro Person beschränkt und gilt nur, solange der Vorrat reicht.
Der 11. Februar 2011 kann in Bezug auf die Glutenintoleranz als historisches Datum betrachtet werden. Erstmals kam ein internationales Expertenteam zusammen, um ein wenig Klarheit in ein Gebiet zu bringen, das bis heute zumeist für Verwirrung sorgt. Im Zuge der First Consensus Conference on Gluten Sensitivity wurde die Geschichte, 30 Jahre Zöliakie, noch einmal beleuchtet, um schließlich zum neuen Thema Gluten Sensitivity zu gelangen.
Es sollte untersucht werden, ob eine Glutenunverträglichkeit in jeder Altersstufe auftreten kann, ob sich die Prävalenzzahlen in den letzten Jahren verändert haben und welche Begleiterkrankungen bei Zöliakie auftreten können. Dafür wurden Zöliakie-Antikörpertests von mehr als 3500 Probanden der Jahre 1974 (CLUE I) und 1989 (CLUE II) untersucht und verglichen. Dabei zeigte sich, dass die Prävalenz von 1:501 im Jahr 1974 auf 1:219 im Jahr 1989 angestiegen ist. Innerhalb von 15 Jahren verdoppelte sich somit die Zöliakieprävalenz in der CLUE-Kohorte und verfünffachte sich in den USA seit 1974. Die Studie macht deutlich, dass dieser Anstieg auf eine zunehmende Anzahl an Probanden zurückzuführen ist, die ihre immunologische Glutenverträglichkeit im Erwachsenenalter verloren haben.
Quelle: Natural history of celiac disease autoimmunity in a USA cohort followed since 1974, Carlo Catassi et al; Annals of Medicine, 2010; 00: 1–9