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Diagnose der Gluten-/Weizensensitivität

Zur Diagnose einer Gluten-/Weizensensitivität wird nach Ausschluss einer Zöliakie oder Weizenallergie untersucht, ob eine glutenfreie Ernährung Besserung bringt.
Klagt ein Patient nach dem Verzehr glutenhaltiger Lebensmittel über unspezifische Beschwerden, z. B. Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Müdigkeit, ist es im ersten Schritt wichtig, eine Zöliakie und eine Weizenallergie auszuschließen. Bestätigt wird die Diagnose durch eine Besserung oder ein Verschwinden der Symptome unter glutenfreier Ernährung und einer erneuten Verschlechterung, sobald erneut Gluten aufgenommen wird. Die Symptome bessern sich in der Regel bereits innerhalb von wenigen Tagen bis zu zwei Wochen. Wichtig ist, dass sich der Patient vor der Diagnose glutenhaltig ernährt.

Anamnese

Symptome und Anzeichen ermitteln
Zunächst ist es wichtig, zu ermitteln, ob die Symptome, die der Patient beschreibt, für Gluten-/Weizensensitivität typisch sind und ob sie mit dem Verzehr glutenhaltiger Lebensmittel zusammenhängen könnten. Vor dem Start der Diagnostik sollte sich der Patient mindestens sechs Wochen normal, sprich glutenhaltig ernähren.

Ausschluss Zöliakie

Zöliakie-Antikörpertest und Biopsie
Da die Beschwerden einer Gluten-/Weizensensitivität denen einer Zöliakie ähneln, ist es wichtig, diese im ersten Schritt der Diagnose auszuschließen. Hierzu wird zunächst ein Antikörpertest durchgeführt, wobei auch ein IgA-Mangel ausgeschlossen werden sollte. Mit einer zusätzlichen Dünndarmbiopsie kann eine Zöliakie definitiv ausgeschlossen werden. Bei Gluten-/Weizensensitivität liegt keine Zottenatrophie vor, eventuell sind die IEL-Werte leicht erhöht (Marsh 0 bis 1).

Ausschluss Weizenallergie

IgE-Antikörpertest und Haut-Pricktest
Auch eine Weizenallergie kann von ihrem Beschwerdebild einer Gluten-/Weizensensitivität gleichen. Daher wird nach Ausschluss einer Zöliakie bei typischen Beschwerden mit einem IgE-Antikörpertest und einem Haut-Pricktest untersucht, ob der Patient allergisch auf Weizen reagiert.

Weiterer Hinweis auf GS/WS

IgG-Antigliadin-Antikörpertest
IgG-Antigliadin-Antikörper (AGA) sind nicht allein für Gluten-/Weizensensitivität typisch, sondern können auch bei Zöliakiebetroffenen und bei einem kleinen Teil der gesunden Bevölkerung vorhanden sein. Bei normalem histologischem Befund und positivem AGA-Antikörpertest erhärtet sich jedoch der Verdacht auf Gluten-/Weizensensitivität.

Glutenfreie Ernährung

Besserung der Symptome
Sind Zöliakie und Weizenallergie ausgeschlossen worden, kann der Patient mit einer glutenfreien Ernährung beginnen. Liegt eine Gluten-/Weizensensitivität vor, bessern sich die Symptome oder verschwinden innerhalb von mehreren Tagen bis zu zwei Wochen. Die glutenfreie Ernährung sollte jedoch mindestens sechs Wochen durchgeführt werden, um einen kausalen Zusammenhang zwischen der glutenfreien Ernährung und den Beschwerden herstellen zu können. Die Besserung der Symptome sollte entsprechend eines beim International Expert Meeting 2014 erarbeiteten Diagnoseprotokolls bewertet werden, um eine Standardisierung zu erreichen. Dieses sieht vor, dass der Patient vor dem Beginn der glutenfreien Ernährung ein bis drei hauptsächlich auftretende Beschwerden identifiziert und diese nach ihrem Schweregrad auf einer Skala von eins bis zehn bewertet. Diese Bewertung sollte zwei Wochen vor Beginn der glutenfreien Ernährung und ab dann wöchentlich erfolgen. Ein Ansprechen auf die glutenfreie Ernährung zeigt sich durch die folgenden Kriterien: X bessert sich um mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Ausgangswert, wobei X für jedes der ein bis drei Hauptbeschwerden steht. Mindestens ein Symptom sollte sich bessern, sofern sich die anderen nicht verschlechtern. Diese Besserung sollte mindestens zu 50 Prozent des Bewertungszeitraums erreicht werden, d. h. bei mindestens drei der sechs wöchentlichen Bewertungen.

Glutenreexposition

Bestätigung der Diagnose
Zur definitiven Diagnose einer Gluten-/Weizensensitivität erfolgt eine erneute Provokation ähnlich wie bei einer Nahrungsmittelallergie. D. h. der Patient nimmt nach einer streng glutenfreien Phase von mindestens vier Wochen erneut Gluten auf. Treten die Symptome bei dieser offenen Provokation innerhalb von zwei Tagen wieder auf, sollte nach Möglichkeit nach einer mehrtägigen glutenfreien Phase eine doppelblinde (für Studien) oder singleblinde (in der Praxis), placebokontrollierte, orale Provokation durchgeführt werden. Am besten werden hierfür glutenfreie (als Placebo) und glutenhaltige Riegel verwendet, die sich in Aussehen, Textur und Geschmack nicht unterscheiden. Auf eine erste einwöchige Testphase folgen eine einwöchige streng glutenfreie Diät und eine zweite einwöchige Testphase. Auch hier dient das standardisierte Diagnoseprotokoll als Grundlage für die wöchentliche Bewertung der Beschwerden. Bei einer Varianz von mindestens 30 Prozent bei ein bis drei vom Patienten identifizierten Symptomen zwischen Glutenzufuhr und Placebo liegt eine Gluten-/Weizensensitivität vor.

Diagnoseprotokoll zur Gluten-/Weizensensitivität

Beim 3. International Expert Meeting on Non Celiac Gluten Sensitivity im Oktober 2014 wurde von den Wissenschaftlern und Medizinern unter Federführung von Carlo Catassi und Alessio Fasano das oben beschriebene standardisierte Diagnoseprotokoll entwickelt. Dieses sieht ein einheitliches diätetisches Zweistufenverfahren vor, bei dem eine modifizierte Version der Gastrointestinal Symptom Rating Scale zum Einsatz kommt. Mit dieser Skala bewerten Betroffene, wie sich die Einführung einer glutenfreien Ernährung und die Wiedereinführung von Gluten auf ihre Beschwerden auswirken. Dabei werden nicht nur gastrointestinale, sondern auch extraintestinale Symptome anhand einer Skala von 1 bis 10 bewertet. Durch diesen Fragebogen soll eine Standardisierung der Diagnose erreicht werden.

Weiterführende Informationen

Download 9

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E-Learning 1

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Präsentationen 10

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Studien 3

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Videoportal 2

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3-Stufen-Beratung III: Hinweise für den Berater

Ergänzend zu den Unterlagen, die durch das Beratungsgespräch führen, können sie hier kleine Notizzettel im DIN-A6-Format, mit weiterführenden Informationen und didaktischen Hinweisen herunterladen.

3-Stufen-Beratung II: Schulungsunterlagen Gluten Sensitivity

Hier können Sie alle Schulungsunterlagen zum Thema Gluten-/Weizensensitivität und glutenfreie Ernährung herunterladen. Laden Sie zusätzlich den "Hinweis für Berater" mit weiterführenden Informationen und didaktischen Hinweisen herunter.

Diagnoseschema für Glutensensitivität (Gluten Sensitivity)

Das Dr. Schär Institute hat für Sie auf Basis aktueller, wissenschaftlicher Erkenntnisse eine Diagnoseschema für Gluten Sensitivity erstellt, das den Algorithmus zur Unterscheidung zwischen Weizenallergie, Glutensensitivität und Zöliakie zeigt.

Kurzreport: Second international Expert Meeting on Gluten Sensitivity

Nach der ersten Consensus Conference 2011 in London fand am 1. und 2. Dezember 2012 das zweite „International Expert Meeting on Gluten Sensitivity“ in München statt. Rund 30 Wissenschaftler und Mediziner aus den USA, England, Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich, Argentinien, Slowenien und den Niederlanden widmeten sich ein Wochenende lang der Frage, welche neuen Erkenntnisse es im Bereich der GS gibt.
Dieser Kurzreport stellt eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse des Expert Meetings dar.

Report: Non Celiac Gluten Sensitivity: Neue Abgrenzung von Erkrankungen glutenassoziierter Störungen

Nach der ersten Consensus Conference 2011 des Dr. Schär Institutes in London fand Ende 2012 ein weiteres „International Expert Meeting on Gluten Sensitivity“ in München statt. Rund 30 Wissenschaftler und Mediziner aus den USA, England, Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich, Argentinien, Slowenien und den Niederlanden nahmen an der Konferenz teil und erörterten den aktuellen Stand der Wissenschaft in Bezug auf glutenassoziierte Störungen und Gluten Sensitivity. Gemeinsam strebten die Experten die Erarbeitung einer wissenschaftlichen Abhandlung zum aktuellen Stand der Wissenschaft der glutenbedingten Beschwerden an. Die Resultate werden in diesem Report zusammengefasst.

Merzettel - Anamnese in 3 Schritten

Dieser Merkzettel hält die wichtigsten Anamnesefragen und diagnostischen Vorgehensweisen direkt im Arzt-Patientengespräch auf einen Blick bereit, z. B. gut sichtbar unter der Schreibtischunterlage bzw. an der Pinnwand angebracht oder in der Kitteltasche verstaut.

Fragebogen Wartezimmer

Patienten, die mit unspezifischen Magen-Darm-Beschwerden in die Praxis kommen, können die Zeit im Wartezimmer ab sofort sinnvoll nutzen. Der Fragebogen enthält alle wichtigen Kriterien, die dem Arzt die Diagnostik erleichtern. Abgefragt werden beispielsweise die genaue Art und Dauer der Beschwerden, der Verlauf, mögliche Vorerkrankungen, genetische Hintergründe oder Hinweise auf Begleiterkrankungen. Der Arzt kann den ausgefüllten Bogen während des Anamnesegesprächs als Hilfestellung nutzen, weiterführende Tests damit anordnen und ihn in der Patientendatei ablegen.

Grundlagen der Non Celiac Gluten Sensitivity (NCGS)

In diesem Modul zu Non Celiac Gluten Sensitivity werden die Definition und Deklaration sowie die Symptome, Diagnostik und Therapie behandelt. Weiterhin werden das Reizdarmsyndrom in Zusammenhang mit NCGS beschrieben und die Bedeutung von ATIs und FODMAPs erläutert. Fallbeispiele dienen zum praktischen Verständnis des Krankheitsbildes.

Diese Online-Schulung wurde vom Dr. Schär Institute mit Unterstützung von Prof. Dr. med. Wolfgang Holtmeier erstellt. Den Exkurs zur glutenfreien Diät hat Dipl.oec.troph. Ute Körner erarbeitet. Sie hat freundlicherweise auch die Fallbeispiele zur Verfügung gestellt.

How the diagnosis of non celiac gluten sensitivity should be confirmed: the Salerno experts’ criteria (2015)

Carlo Catassi
Department of Pediatrics
Università Politecnica delle Marche, Ancona

16th International Coeliac Disease Symposium 2015 in Prag
Pre-Conference Workshop on Gluten Sensitivity "The Evolving Planet of Gluten Related Disorders"

Biomarkers for Non-Celiac Gluten Sensitivity: A Tough, but Intriguing Challenge for Researchers (2015)

Umberto Volta
University of Bologna, Italy

16th International Coeliac Disease Symposium 2015 in Prag
Pre-Conference Workshop on Gluten Sensitivity "The Evolving Planet of Gluten Related Disorders"

Diagnostic study of HLA-DQ2 typing for gluten sensitivity in IBS patients (2015)

Christian Barmeyer, Michael Schumann, Tim Meyer, Britta Siegmund, Severin Daum, Jörg-Dieter Schulzke, Reiner Ullrich
Medizinische Klinik für Gastroenterologie, Infektiologie und Rheumatologie
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Benjamin Franklin

16th International Coeliac Disease Symposium 2015 in Prag
Pre-Conference Workshop on Gluten Sensitivity "The Evolving Planet of Gluten Related Disorders"

Glutenunverträglichkeiten erkennen und richtig diagnostizieren (2015)

Dr. med. Michael Schumann
Charité - Universitätsmedizin Berlin

Fortbildungsreihe Medical Tribune 2015

Glutenunverträglichkeiten: von Zöliakie bis Glutensensitivität (2015)

Dr. med. Peter Strauven
Privatarztpraxis Bonn

Fortbildungsreihe Medical Tribune 2015

Glutenunverträglichkeiten erkennen, behandeln und abrechnen (2014)

Dr. Dr. Peter Schlüter
Praxis für Allgemeinmedizin Hemsbach

Gluten Sensitivity Biomarkers and Epidemiology, results from NHANES 2009–2010 (2013)

Peter H.R. Green
Celiac Disease Center
Columbia University
New York, USA

15. International Celiac Disease Symposium in Chicago vom 22. bis 25. September 2013

Gluten Sensitivity: Biomarkers and Epidemiology. The Ongoing Field Experience (2013)

Umberto Volta
Coordinator of Italian Celiac Association Board
Department of Medical and Surgical Sciences
University of Bologna, Italy

15. International Celiac Disease Symposium in Chicago vom 22. bis 25. September 2013

Management of Gluten Sensitivity: Nutritional Management (2013)

Pam Cureton, RD, LD
Dietitian
Center for Celiac Research & Treatment
Boston MA, USA

15. International Celiac Disease Symposium in Chicago vom 22. bis 25. September 2013

Diagnosis of Non-Celiac Gluten Sensitivity (NCGS): The Salerno Experts’ Criteria

Abstract
Non-Celiac Gluten Sensitivity (NCGS) is a syndrome characterized by intestinal and extra-intestinal symptoms related to the ingestion of gluten-containing food, in subjects that are not affected by either celiac disease or wheat allergy. Given the lack of a NCGS biomarker, there is the need for standardizing the procedure leading to the diagnosis confirmation. In this paper we report experts’ recommendations on how the diagnostic protocol should be performed for the confirmation of NCGS. A full diagnostic procedure should assess the clinical response to the gluten-free diet (GFD) and measure the effect of a gluten challenge after a period of treatment with the GFD. The clinical evaluation is performed using a self-administered instrument incorporating a modified version of the Gastrointestinal Symptom Rating Scale. The patient identifies one to three main symptoms that are quantitatively assessed using a Numerical Rating Scale with a score ranging from 1 to 10. The double-blind placebo-controlled gluten challenge (8 g/day) includes a one-week challenge followed by a one-week washout of strict GFD and by the crossover to the second one-week challenge. The vehicle should contain cooked, homogeneously distributed gluten. At least a variation of 30% of one to three main symptoms between the gluten and the placebo challenge should be detected to discriminate a positive from a negative result. The guidelines provided in this paper will help the clinician to reach a firm and positive diagnosis of NCGS and facilitate the comparisons of different studies, if adopted internationally.

Resource: Nutrients 2015, 7(6), 4966-4977; doi:10.3390/nu7064966

Carlo Catassi, Luca Elli, Bruno Bonaz, Gerd Bouma, Antonio Carroccio, Gemma Castillejo, Christophe Cellier, Fernanda Cristofori, Laura de Magistris, Jernej Dolinsek, Walburga Dieterich, Ruggiero Francavilla, Marios Hadjivassiliou, Wolfgang Holtmeier, Ute Körner, Dan A. Leffler,Knut E. A. Lundin, Giuseppe Mazzarella, Chris J. Mulder, Nicoletta Pellegrini, Kamran Rostami, David Sanders, Gry Irene Skodje, Detlef Schuppan, Reiner Ullrich, Umberto Volta, Marianne Williams, Victor F. Zevallos, Yurdagül Zopf and Alessio Fasano
Jahr:
2015 Juli
Sprachen:
English;

Celiac Disease or Non-Celiac Gluten Sensitivity? An Approach to Clinical Differential Diagnosis

Abstract

OBJECTIVES: Differentiating between celiac disease (CD) and non-celiac gluten sensitivity (NCGS) is important for appropriate management but is often challenging.

METHODS: We retrospectively reviewed records from 238 patients who presented for the evaluation of symptoms responsive to gluten restriction without prior diagnosis or exclusion of CD. Demographics, presenting symptoms, serologic, genetic, and histologic data, nutrient deficiencies, personal history of autoimmune diseases, and family history of CD were recorded. NCGS was defined as symptoms responsive to a gluten-free diet (GFD) in the setting of negative celiac serology and duodenal biopsies while on a gluten-containing diet or negative human leukocyte antigen (HLA) DQ2/DQ8 testing.

RESULTS: Of the 238 study subjects, 101 had CD, 125 had NCGS, 9 had non-celiac enteropathy, and 3 had indeterminate diagnosis. CD subjects presented with symptoms of malabsorption 67.3% of the time compared with 24.8% of the NCGS subjects (P<0.0001). In addition, CD subjects were significantly more likely to have a family history of CD (P=0.004), personal history of autoimmune diseases (P=0.002), or nutrient deficiencies (P<0.0001). The positive likelihood ratio for diagnosis of CD of a >2× upper limit of normal IgA trans-glutaminase antibody (tTG) or IgA/IgG deaminated gliadan peptide antibody (DGP) with clinical response to GFD was 130 (confidence interval (CI): 18.5–918.3). The positive likelihood ratio of the combination of gluten-responsive symptoms and negative IgA tTG or IgA/IgG DGP on a regular diet for NCGS was 9.6 (CI: 5.5–16.9). When individuals with negative IgA tTG or IgA/IgG DGP also lacked symptoms of malabsorption (weight loss, diarrhea, and nutrient deficiencies) and CD risk factors (personal history of autoimmune diseases and family history of CD), the positive likelihood ratio for NCGS increased to 80.9.

CONCLUSIONS: On the basis of our findings, we have developed a diagnostic algorithm to differentiate CD from NCGS. Subjects with negative celiac serologies (IgA tTG or IgA/IgG DGP) on a regular diet are unlikely to have CD. Those with negative serology who also lack clinical evidence of malabsorption and CD risk factors are highly likely to have NCGS and may not require further testing. Those with equivocal serology should undergo HLA typing to determine the need for biopsy.

Resource: The American Journal of Gastroenterology 109, 741-746 (May 2014)

Toufic A Kabbani, Rohini R Vanga, Daniel A Leffler, Javier Villafuerte-Galvez, Kumar Pallav, Joshua Hansen, Rupa Mukherjee, Melinda Dennis and Ciaran P Kelly
Jahr:
2014 Mai
Sprachen:
English;

Characterization of Adults With a Self-Diagnosis of Nonceliac Gluten Sensitivity

Abstract

Background: Nonceliac gluten sensitivity (NCGS), occurring in patients without celiac disease yet whose gastrointestinal symptoms improve on a gluten-free diet (GFD), is largely a self-reported diagnosis and would appear to be very common. The aims of this study were to characterize patients who believe they have NCGS.

Materials and Methods: Advertising was directed toward adults who believed they had NCGS and were willing to participate in a clinical trial. Respondents were asked to complete a questionnaire about symptoms, diet, and celiac investigation.

Results: Of 248 respondents, 147 completed the survey. Mean age was 43.5 years, and 130 were women. Seventy-two percent did not meet the description of NCGS due to inadequate exclusion of celiac disease (62%), uncontrolled symptoms despite gluten restriction (24%), and not following a GFD (27%), alone or in combination. The GFD was self-initiated in 44% of respondents; in other respondents it was prescribed by alternative health professionals (21%), dietitians (19%), and general practitioners (16%). No celiac investigations had been performed in 15% of respondents. Of 75 respondents who had duodenal biopsies, 29% had no or inadequate gluten intake at the time of endoscopy. Inadequate celiac investigation was common if the GFD was initiated by self (69%), alternative health professionals (70%), general practitioners (46%), or dietitians (43%). In 40 respondents who fulfilled the criteria for NCGS, their knowledge of and adherence to the GFD were excellent, and 65% identified other food intolerances.

Conclusions: Just over 1 in 4 respondents self-reporting as NCGS fulfill criteria for its diagnosis. Initiation of a GFD without adequate exclusion of celiac disease is common. In 1 of 4 respondents, symptoms are poorly controlled despite gluten avoidance.

Resource: Nutr Clin Pract April 16, 2014

Jessica R. Biesiekierski, PhD, RN, Evan D. Newnham , MD, FRACP, Susan J. Shepherd, PhD, APD, Jane G. Muir, PhD, APD, Peter R. Gibson, MD, FRACP
Jahr:
2014 April
Sprachen:
English;

NCGS: are we moving from a diagnosis of exclusion to a positive diagnosis?

Professor Carlo Catassi
Gastroenterologist Pediatrician
Department of Pediatrics
Università Politecnica delle Marche
60123 Ancona, Italy

At the Expert Meeting 2014 in Salerno, Italy.

Are we moving from a diagnosis of exclusion to a positive diagnosis?

Reiner Ullrich, MD
Universitätsmedizin Berlin
Campus Benjamin Franklin,
Medizinische Klinik für Gastroenterologie
12203 Berlin, Germany

At the Expert Meeting 2014 in Salerno, Italy
www.drschaer-institute.com